gute texte

11 Merkmale richtig guter Texte!

Sie wollen neue Kunden gewinnen, neue Märkte erschließen und die Qualitäten von Produkten und Dienstleistungen hervorheben? Dann sind richtig gute Texte ganz wesentlich. Aber was macht einen guten Text aus?

  1. Exakte und präzise Sprache: Gute Texte enthalten kein Wort zu viel, aber aber auch kein Wort zu wenig. So sind sie für die jeweilige Zielgruppe optimal verständlich. „Geschwafel“ ermüdet den Leser und strapaziert seine Geduld, fehlende Informationen machen stutzig und schaden der Verständlichkeit.
  2. Klare Struktur: Wer weiß, was er sagen will, kann seine Texte gut strukturieren. Hinter einem klaren Aufbau stecken klare Gedanken, und das sorgt automatisch dafür, dass die Botschaft auch beim Empfänger sonnenklar ankommt.
  3. Bildliche Sprache: Ein erfahrener Text-Handwerker oder eine Sprachjongleuse schleift und feilt an den Texten, bis aus einem groben Klumpen ein funkelnder Diamant geworden ist. Entstehen dabei nicht nur bunte Sprachbilder, sondern auch Bilder im Kopf des Lesers, ist die Mission geglückt: Der Text lebt und die Botschaft hebt ab!
  4. Textlogik: Wenn Worte Ziegelsteine wären, bräuchte man Mörtel, um einen Text zu bauen. Und wenn das Bauwerk hält, dann hat der Text “Kohäsion” und “Kohärenz”. Die Verweise und Bezüge stimmen, die Textteile sind miteinander gut verbunden und auch die Argumentation ist stimmig und logisch. So weiß man, wovon die Rede ist!
  5. Kreativität: Frischer Wind im Textuniversum bedeutet nicht unbedingt, tagtäglich neue Wörter zu erschaffen oder Handke nachzueifern. Sprachlich kreativ zu sein, beginnt damit, Abgedroschenes zu vermeiden und neue Wege zu finden, um Alltägliches noch einprägsamer, eleganter oder treffender zu formulieren. Findet Wortwitz auch noch einen Platz, dann steht ein Stockerlplatz in Aussicht – aber wohlgemerkt nur dann, wenn der Witz nicht in einer Todesanzeige landet.
  6. Sprachpsychologie: Eine gute Portion Sprachpsychologie ist immens nützlich, damit ein Text seinen Zweck erfüllt. Der Hauptzweck von Gebrauchstexten besteht üblicherweise darin, dass sie rasch und einfach verständlich sind und dass man sich die Inhalte mühelos merkt. Wer Verneinungen vermeidet, Satzmonster scheut und Satzperspektiven richtig einsetzt, hat seine Leserinnen und Leser mit Sicherheit auf seiner Seite.
  7. Juristische Einwandfreiheit: Nicht nur in der Werbesprache hüte man sich vor Flüchtigkeitsfehlern, falschen Zusicherungen und unzulässigen Übertreibungen. Sich als Marktschreier zu betätigen, sichert keinen langfristigen Erfolg, falsche Bescheidenheit ist ebenso fehl am Platz. Ein Profi muss wissen, welche Textsorten welchen rechtlichen Vorgaben genügen müssen, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
  8. Stilsicherheit: Wollen Sie einen Vertragstext schreiben oder einen Liebesbrief, ein Redemanuskript oder eine Produktbeschreibung? Schreiben Sie einen Artikel für die Kleine Zeitung oder für die Tagespresse? Richtet sich Ihr Text an Ihre Majestät oder an Hinz und Kunz von nebenan? Die Kunst besteht darin, die richtigen Worte zur richtigen Zeit zu finden und die Sprache an die Erwartungen der Empfänger anzupassen. Menschen mit Textaffinität liegt Stilsicherheit im Blut, doch auch die theoretische Auseinandersetzung mit stilistischen Merkmalen und Textsortenkonventionen schadet niemandem.
  9. Rhetorik: Schon die alten Griechen wussten, wie man die Zuhörerschaft fesselt und die Leserschaft an der Stange hält: Ob Dualismus, Trias oder gar Klimax, Alliteration oder Allegorie – man tut gut daran, die seit Jahrtausenden erprobten Erkenntnisse der Rhetorik für sich zu nutzen und aktiv anzuwenden. Mit dem richtigen Trigger in Form einer dreigliedrigen Aufzählung ist Applaus sogar vorprogrammiert!
  10. SEO-Optimierung: Was wohl die alten Griechen von Google gehalten hätten? Google kam jedenfalls, sah enormes Potenzial und siegte in der Welt der Werbung. Wer selbst auf Online-Kundschaft angewiesen ist, muss mit dem Strom mitschwimmen und Texte nach allen Regeln der Suchmaschinenoptimierung aufbereiten. Wie das funktioniert? Trotz gut gehüteter Google-Algorithmen ist das mit der entsprechenden SEO-Ausbildung mehr solides Handwerk als rätselhafte Hexerei.
  11. Korrekte Sprache: Wer hat alle Kommaregeln intus? Wer ist in Orthografie und Grammatik wirklich, wirklich sattelfest? Und wer ist mit den Zweifelsfällen der deutschen Sprache auf Du und Du? Man glaube mir: Auch nach über zwanzig Jahren einschlägiger Berufspraxis gehört ein Blick in den Duden durchaus zum Alltag von wahren Sprachexperten. Ich gehe sogar noch weiter: Wer die Duden-Werke in Reichweite hat, zählt zur raren Kategorie jener Sprachnerds, die kein Risiko eingehen und auf alle Tücken und Finessen der deutschen Sprache sensibilisiert sind. Denn klug ist, wer weiß, dass er oder sie nichts weiß. Und immerhin sind korrekte Texte auch in der digitalen Welt noch ein wichtiges Aushängeschild.

Habe ich einen Aspekt vergessen? Gut möglich. Es ist nämlich verdammt schwierig, richtig gute Texte zu produzieren und dabei alle Aspekte im Auge zu behalten 🙂